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Verfahren wegen mutmaßlicher Kindesentziehung, u.a.

Presseinformation

Verfahren wegen mutmaßlicher Kindesentziehung, u.a.

Strafsache gegenHabib H., geb. 1971

Das Amtsgericht Hannoververhandelt unter dem Vorsitz von

RiAG Jörn Thyen am 22.01.2018 um10:00 Uhr in Saal 2145

ein Verfahrenwegen des Vorwurfs der Kindesentziehung, u.a.

Der Angeklagtesoll zwischen Anfang August 2016 und heute seine 5 minderjährigen Kinder, fürwelche die Kindesmutter das alleinige Sorgerecht hat, nach Algerien verbrachtund dort die Pässe für ihre Mutter verborgen gehalten haben. Hierdurch soll ereine Ausreise der Kinder unmöglich gemacht haben. Die Mutter soll zweimal nachAlgerien eingereist sein, die Herausgabe der Kinder soll er jeweils verweigerthaben.

Bei einem Besuchin Algerien soll der Angeklagte die Kindesmutter, nach einem Streit über denAufenthaltsort der Kinder, ins Schlafzimmer geschubst haben, um sie dorteinzusperren. Hierbei soll sich die Kindesmutter allerdings gewehrt haben,woraufhin der Angeklagte sie mit der flachen Hand mehrfach ins Gesichtgeschlagen habe. Erst als zwei ihrer Söhne der Mutter zu Hilfe gekommen seien,habe der Angeklagte von ihr abgelassen.

Bei einemweiteren Besuch in Algerien soll der Angeklagte die Kindesmutter bedroht haben.Als diese nach den Pässen der Kinder gefragt habe, soll er geantwortet haben,dass die Kindesmutter wieder nach Deutschland gehen würde, allerdings imRollstuhl oder im Sarg. Sodann soll er mit der Hand den Hals der Kindesmutterergriffen und zugedrückt haben, so dass die Kindesmutter Panik bekommen habe,da sie keine Luft mehr habe schöpfen können. Sie habe sich nach hinten auf ihrBett fallen lassen, wodurch der Angeklagte sie losgelassen habe. Schließlichseien zwei Töchter ihrer Mutter zu Hilfe gekommen und hätten sich schützend vorsie gelegt.

Der Angeklagtesitzt in Untersuchungshaft.

Az: 226 Ds657/17


Ansprechpartner:Pressedezernat Amtsgericht Hannover

jens.buck@justiz.niedersachsen.de,

Tel: 0511/347-23 91; 0163/347-33 24

Artikel-Informationen

17.01.2018

Ansprechpartner/in:
Herr Pressesprecher RiAG Jens Buck

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