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Verfahren wegen mutmaßlicher häuslicher Gewalt

Presseinformation

Verfahren wegen mutmaßlicher häuslicher Gewalt

Strafsache gegen Hussain O., geb. 1984

Das Amtsgericht Hannover verhandelt unter dem Vorsitz von

RiAG Björn von Bargen am 21.12.2017 um 13:00 in Saal 3128

ein Verfahren wegen des Vorwurfs der Körperverletzung in 3 Fällen sowie des Ver-stoßes gegen das Gewaltschutzgesetz.

Der Angeklagte soll am 12.12.2016 gegen 05:00 Uhr aus Verärgerung über das schreiende Baby, um welches sich seine Ehefrau in der gemeinsamen Wohnung gekümmert habe, seine Ehefrau aufgefordert haben, ins Badezimmer zu kommen. Dort soll er sie auf den Oberkörper und die Oberarme geboxt und mit der flachen Hand ins Gesicht geschlagen haben. Weiter soll er gedroht haben, die Eltern seiner Frau zu töten. Schließlich soll er seine Frau auf den Rand einer Badewanne gesetzt und sich selbst auf ihre Oberschenkel gesetzt haben. Nunmehr soll er die offenen taillenlangen Haare seiner Frau ergriffen und mit einem Rasierapparat die Haare abrasiert haben. Während die Geschädigte am Anfang noch versucht habe, sich zu wehren, habe sie schließlich das Geschehen zugelassen. Anschließend soll der Angeklagte die Geschädigte als Glatzkopf und Hässliche beleidigt haben.

Am 12.12.2016 gegen 19:00 Uhr, als der Angeklagte in die Wohnung zurückgekehrt und von seiner Schwiegermutter zur Rede gestellt worden sei, soll der Angeklagte erneut ausgerastet sein und geschrien haben, dass seine Frau keine gute Frau sei. Danach soll er begonnen haben, seine Ehefrau erneut zu schlagen, bis er irgendwann von dieser abließ.

Am 04.01.2017 soll der Angeklagte seine Ehefrau vor der Wohnungstür angetroffen und sie in die Wohnung zurückgedrängt haben. Er soll sodann auf sie mit Händen und Fäusten eingeprügelt und auch auf sie eingetreten haben. Anschließend soll er ihren Kopf ergriffen und ihn gegen die Wand geschlagen haben, bis die Ehefrau unter den massiven Schlägen und Tritten zu Boden gefallen sei. Die Schwiegermutter habe in diesem Moment zu Hilfe kommen wollen, sei aber selbst hingefallen. Im weiteren Verlauf soll der Angeklagte seiner Ehefrau das Oberteil des Schlafanzuges und den BH ausgezogen und ihr gedroht haben, sie so auf die Straße zu schicken. Der Ehefrau soll es gelungen sein, sich in das Bad zu flüchten und dort einzusperren. Durch diese Misshandlung soll die Ehefrau zahlreiche Hämatome, Schürfverletzungen und erhebliche Schmerzen erlitten haben.

Am 08.01.2017 soll der Angeklagte erneut bei der Wohnung der Ehefrau erschienen sein, obwohl ihm dieses durch Beschluss des Amtsgerichts Hannovers vom 05.01.2017 verboten worden war. Dieser Beschluss wurde ihm durch Gerichtsvollzieher am 06.01.2017 zugestellt. Der Angeklagte soll dort erschienen sein, angeblich um ein Friedensgespräch zu führen.

Az: 240 Ds 272/17

Ansprechpartner: Pressedezernat Amtsgericht Hannover

jens.buck@justiz.niedersachsen.de,

Tel: 0511/347-23 91; 0163/347-33 24

Artikel-Informationen

14.12.2017

Ansprechpartner/in:
Herr Pressesprecher RiAG Jens Buck

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