klar

Verfahren wegen mutmaßlicher gefährlicher Körperverletzung und versuchten Schwangerschaftsabbruchs

Presseinformation

Verfahren wegen mutmaßlicher gefährlicher Körperverletzung und versuchten Schwangerschaftsabbruchs

Strafsache gegen Mamo A., geb. 1994

Das Amtsgericht - Schöffengericht - Hannover verhandelt unter dem Vorsitz von

RiAG Ulrich Kleinert am 15.08.2017 um 11:30 Uhr in Saal 2241, am 24.08.2017 um 14:30 Uhr in Saal 3030 sowie am 12.09.2017 um 12:00 Uhr, am 19.09.2017 um 09:30 Uhr und am 26.09.2017 um 09:30 Uhr jeweils in Saal 2241

ein Verfahren wegen des Vorwurfs der gefährlichen Körperverletzung und des versuchten Schwangerschaftsabbruchs.

Der Angeklagte soll am 07.02.2017 gegen 19:15 Uhr seine schwangere Lebensgefährtin in der gemeinsamen Wohnung in Hannover, nachdem zuvor eine verbale Auseinandersetzung beendet worden sei, plötzlich und ohne Vorwarnung mit einem Küchenmesser (Klingenlänge ca. 8 cm) angegriffen haben. Er soll mindestens fünfmal von hinten auf den Rückenbereich eingestochen haben. Die Lebensgefährtin soll zu diesem Zeitpunkt in der 12. Woche schwanger gewesen sein. Der Angeklagte soll durch diese Tat beabsichtigt haben, das gemeinsame, ungeborene Kind zu töten.

Als die Geschädigte infolge des Angriffs auf das Bett gefallen sei, soll sich der Angeklagte auf sie geworfen und ihr noch weitere Stichverletzungen, unter anderem am Hals zugefügt haben. Er soll erst von der Tat abgelassen haben, als die Geschädigte seinen Arm festgehalten, geweint und ihm versprochen habe, die Polizei nicht zu rufen.

Nunmehr soll der Angeklagte sich um die Verletzungen der Geschädigten gekümmert haben, in dem er versucht habe, die Blutungen zu stillen. Der Angeklagte habe die Rettungskräfte alarmiert, so dass die Geschädigte durch eine Notoperation gerettet werden konnte.

Insgesamt soll die Geschädigte 13, stellenweise sehr tiefreichende Stichwunden an verschiedenen Körperstellen erlitten haben.

Der Angeklagte befindet sich in Untersuchungshaft.

Az: 219 Ls 255/17

Ansprechpartner: Pressedezernat Amtsgericht Hannover

jens.buck@justiz.niedersachsen.de,

Tel: 0511/347-23 91; 0163/347-33 24

Artikel-Informationen

02.08.2017

Ansprechpartner/in:
Herr Pressesprecher RiAG Jens Buck

zum Seitenanfang
zur mobilen Ansicht wechseln