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Verfahren wegen mutmaßlichen Verwahrungsbruchs, u. a.

Presseinformation

Verfahren wegen mutmaßlichen Verwahrungsbruchs, u. a.

Strafsache gegen Dörte B., geb. 1983 und Ergin Z., geb. 1989

Das Amtsgericht Hannover verhandelt unter dem Vorsitz von

Ri Alexander Dlugaiczyk am 20.10.2017 um 09:00 Uhr in Saal 2208

über den Vorwurf des Verwahrungsbruchs, des Fahrens ohne Fahrerlaubnis, der Bei-hilfe hierzu sowie des Vortäuschens einer Straftat in Tateinheit mit versuchter Straf-vereitelung.

Dem Angeklagten Z. soll durch die Straßenverkehrsbehörde die Fahrerlaubnis ent-zogen worden sein. Die Angeklagte B., eine Rechtsanwältin, soll sich für ihn als Verteidigerin legitimiert und in den Vorgang Akteneinsicht genommen haben. Nach Übersendung der Akten am 08.12.2015 soll die Angeklagte B. den, dem Vorgang in einem Umschlag beigefügten, Führerschein des Angeklagten Z. entnommen und ihn an diesen ausgehändigt haben.

Am 12.01.2016 soll der Angeklagte Z. gegen 12:15 Uhr mit einem VW Transporter öffentliche Straßen befahren haben, obwohl ihm zu diesem Zeitpunkt die Fahrerlaubnis bereits rechtskräftig entzogen gewesen sei. Im Rahmen einer Verkehrskontrolle habe der Angeklagte Z. diesen Führerschein vorgelegt.

Nachdem der Polizei später durch einen Datenabgleich aufgefallen sei, dass der vorgelegte Führerschein sich zum Zeitpunkt der Kontrolle in amtlichen Gewahrsam hätte befinden sollen, soll der Angeklagte Z. einen Brief an die Polizei geschrieben haben. In diesem Brief soll der Angeklagte Z. behauptet haben, bei dem vorgelegten Führerschein habe es sich um eine Fälschung gehandelt, die er sich von einer namentlich nicht genannten Person habe anfertigen lassen. Tatsächlich soll der Angeklagte Z. je-

doch seinen echten Führerschein vorgelegt haben. Durch diesen Brief habe der Angeklagte Z. verhindern wollen, dass gegen die Angeklagte B., die zu diesem Zeitpunkt seine Lebensgefährtin gewesen sein soll, ein Strafverfahren wegen Verwahrungsbruch eingeleitet werden würde.

Az: 231 Ds 179/16

Ansprechpartner: Pressedezernat Amtsgericht Hannover

jens.buck@justiz.niedersachsen.de,

Tel: 0511/347-23 91; 0163/347-33 24

Artikel-Informationen

28.09.2017

Ansprechpartner/in:
Herr Pressesprecher RiAG Jens Buck

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