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Verfahren wegen mutmaßlichen Sich-Verschaffens von Betäubungsmitteln in 27 Fällen, in Tateinheit mit Diebstahl in 26 Fällen und in Tateinheit mit Raub in einem weiteren Fall_

Strafsache gegen Panayot L., geb. 1987

Das Amtsgericht Hannover verhandelt am 27.10.2017 um 10:00 Uhr in Saal 2208 über den Vorwurf des Sich-Verschaffens von Betäubungsmitteln in 27 Fällen, in Tateinheit mit Diebstahl in 26 Fällen und in Tateinheit mit Raub in einem weiteren Fall.

Der Angeklagte war in der Zeit seit dem 07.03.2017 befristet bis zum 31.07.2017 als Auszubildender Pflegeassistent in einem Pflegeheim in Langenhagen beschäftigt. In der Zeit vom 27.04.2017 bis zum 16.07.2017 soll er eine Bewohnerin des Pflegeheims, die alle 3 Tage mit einem neuen Fentanyl-Schmerzpflaster habe versorgt werden müssen, in 26 Fällen aufgesucht haben. Bei diesen Gelegenheiten soll er sich bei der Geschädigten jeweils erkundigt haben, ob sie zwischenzeitlich ein neues Schmerzpflaster erhalten habe. Sodann soll er das aufgeklebte Pflaster vom Schulterblatt der Geschädigten abgelöst und es durch ein von ihm mitgebrachtes altes, bereits verbrauchtes Pflaster ohne Wirkstoff ersetzt haben, um das wirkstoffhaltige Pflaster für sich selbst zu behalten.

Am 17.07.2017 soll er die Geschädigte erneut aufgesucht und nach dem Schmerzpflaster befragt haben. Nachdem diese ihm erklärt habe, dass dies noch nicht geschehen sei, sie werde sich gleich danach erkundigen, habe er die Geschädigte um 13:15 Uhr erneut in ihrem Zimmer aufgesucht und sich erkundigt, ob sie nunmehr das neue Pflaster erhalten habe. Da die Geschädigte aber inzwischen in Erfahrung gebracht habe, dass der Angeklagte nicht berechtigt gewesen sei, ihr Schmerzpflaster zu lösen oder zu

wechseln, soll sie ihn zurückgewiesen und aufgefordert haben, das Zimmer zu verlassen. Gleichwohl sei der Angeklagte auf die Geschädigte zugegangen und habe angekündigt, das Schmerzpflaster wechseln zu wollen. Daraufhin habe die Geschädigte ihre Hände vor die Brust genommen und den Angeklagten aufgefordert, nicht näher zu kommen, anderenfalls werde sie um Hilfe schreien. Da der Angeklagte trotzdem weiter auf sie zugekommen sei, habe sie Schutz hinter einen Tisch gesucht und um Hilfe gerufen. Nunmehr habe der Angeklagte ihr mit einer Hand den Mund zugehalten und sie leicht gewürgt, mit der anderen Hand habe er das Schmerzpflaster abgezogen, um es für sich selbst zu behalten.

Der Angeklagte befindet sich in Untersuchungshaft.

Az: 245 Ls 415/17

Ansprechpartner: Pressedezernat Amtsgericht Hannover

jens.buck@justiz.niedersachsen.de,

Tel: 0511/347-23 91; 0163/347-33 24

Artikel-Informationen

25.10.2017

Ansprechpartner/in:
Herr Pressesprecher RiAG Jens Buck

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