klar

Verfahren wegen mutmaßlichen Betruges und Wucher

Strafsache gegen Marcel R., geb. 1975, Serdar H., geb. 1976 und Tarek Z., geb. 1978

Das Amtsgericht Hannover verhandelt unter dem Vorsitz von

RinAG Dr. Monika Pinski am 30.01.2018 um 10:30 Uhr in Saal 2288

ein Verfahren wegen des Vorwurfs des Betruges und des Wuchers.

Die Angeklagten sollen gemeinsam den Entschluss gefasst haben, dass der geschädigte Zeuge, ein syrischer Flüchtling, der der deutschen Sprache nicht mächtig gewesen sein soll, vom Angeklagten R. ein Zimmer von ca. 2,5 x 2,5 m Grundfläche zum Preis von 500 EUR monatlich, zuzüglich Nebenkosten von 200 EUR dauerhaft und auf unbestimmte Zeit mieten solle. Zu diesem Zweck sollen die Angeklagten Z. und H. den Geschädigten und dessen Bruder am Hauptbahnhof in Hannover abgeholt und mit ihm zu der Unterkunft gefahren sein. Dort soll der Angeklagte Z. dem Geschädigten einen Mietvertrag zur Unterschrift vorgelegt haben, wobei er angegeben habe, es handele sich lediglich um ein Schreiben, welches zu unterschreiben sei, damit es keine Probleme mit der Polizei gäbe. Der Geschädigte soll den Vertrag in der Vorstellung unterschrieben haben, es handele sich um eine Formalität.

Die in dem Mietvertrag vereinbarte Miete soll die übliche Vergleichsmiete um mindestens 941 % übersteigen.

Az: 230 Ds 578/17

Ansprechpartner: Pressedezernat Amtsgericht Hannover

jens.buck@justiz.niedersachsen.de,

Tel: 0511/347-23 91; 0163/347-33 24

Artikel-Informationen

18.01.2018

Ansprechpartner/in:
Herr Pressesprecher RiAG Jens Buck

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