klar

Schadensersatz nach Ölwechsel?

Das Amtsgericht Hannover verhandelt unter dem Vorsitz von

RinAG Dagmar Frost am 19.12.2017 um 11:00 Uhr in Saal 2147

über eine Klage auf Schadensersatz nach einem Ölwechsel.

Der Beklagte soll am 01.07.2014 von der Klägerin gebeten worden sein, in das damalige Fahrzeug der Klägerin, einen Porsche 987, Erstzulassung 18.10.2005, Motoröl nachzufüllen. Der Beklagte soll dies erledigt haben.

Unmittelbar danach soll die Klägerin beim anschließenden Betrieb des Wagens erstmals Unregelmäßigkeiten beim Kuppeln festgestellt haben. Sie habe sich daraufhin in eine Werkstatt begeben, welche eine rutschende Kupplung aufgrund zu hohen Ölstandes festgestellt habe und diesen Schaden behoben habe. Hierfür seien Reparaturkosten in Höhe von 2.926,75 EUR entstanden. Diesen Betrag verlangt sie von dem Beklagten.

Der Beklagte bestreitet, für den Schaden haftbar zu sein. Die Klägerin habe ihn vielmehr gebeten, 1 l Öl nachzufüllen, da sie selbst nicht in der Lage gewesen sei, den Verschluss des Öleinlasses zu öffnen. Der Beklagte habe nicht in eigener Regie Motoröl nachgefüllt.

Auch bestreitet der Beklagte, dass die Klägerin am Tage des Vorfalls in eine Werkstatt gefahren sei. Er macht geltend, dass die Klägerin gegenüber der Haftpflichtversicherung des Beklagten geltend gemacht habe, dass sie mehrere Tage mit dem Fahrzeug gefahren sei. Die Klägerin habe sich vielmehr ca. 2 Wochen nach dem Einfüllen bei dem Beklagten gemeldet und mitgeteilt, dass das Auto Probleme habe, anzufahren.

Ferner trägt der Beklagte vor, dass es technisch unmöglich sei, dass durch eine Motoröl-Überfüllung ein Kupplungsschaden entstehen würde.

Az: 565 C 6528/17

Ansprechpartner: Pressedezernat Amtsgericht Hannover

jens.buck@justiz.niedersachsen.de,

Tel: 0511/347-23 91; 0163/347-33 24

Artikel-Informationen

21.11.2017

Ansprechpartner/in:
Herr Pressesprecher RiAG Jens Buck

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