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Klage und Widerklage nach Pferdekauf

Presseinformation

Klage und Widerklage nach Pferdekauf

Zivilsache

Das Amtsgericht Hannover verhandelt unter dem Vorsitz von

RinAG Dr. Catharina Erps am 08.05.2018 um 11:00 Uhr in Saal 2034

eine Klage auf Zahlung von 1.200 EUR aus einem Kaufvertrag über das Pferd Junimond und eine Widerklage über 4.344,93 EUR für Tierbehandlungskosten u.a.

Die Klägerin verkaufte am 22.03.2016 das Pferd Junimond, einen Fuchs Wallach, zum Preis von 3.500 EUR an die Beklagte. Der Kaufpreis sollte in 3 Raten gezahlt werden. Die 1. Rate zahlte die Beklagte am 18.04.2016 in Höhe von 1.200 EUR. Die 2. Rate in Höhe von ebenfalls 1200 EUR sollte am 18.05.2016 gezahlt werden, diese Zahlung blieb jedoch aus.

Die Klägerin macht die Zahlung der Teilrate in Höhe von 1.200 EUR zur Abwicklung des Kaufvertrages geltend.

Die Beklagte macht die Minderung des Kaufpreises geltend. Die Übergabe des Pferdes sei am 15.04.2016 erfolgt. Das Pferd soll bereits zu diesem Zeitpunkt unter der Erkrankung EMS, einer Insulinresistenz mit starker Gefährdung zur Hufrehe, gelitten haben. Am 10.05.2016 sei das Pferd sodann an Hufrehe erkrankt. Sie macht eine Minderung des Kaufpreises in Höhe des gesamten Kaufpreises geltend. Das Pferd habe keinen Verkehrswert mehr, es sei ihr aber inzwischen derart ans Herz gewachsen, dass sie von einer Rückabwicklung des Kaufvertrages absehe.

Widerklagend macht die Beklagte die Zahlung der bereits geleisteten Teilrate in Höhe von 1.200 EUR, sowie die Zahlung von 3.144,93 EUR Tierbehandlungskosten, Zug um Zug gegen Rückübergabe des mitverkauften Sattels, sowie anderer Reitutensilien geltend. Infolge der Erkrankung sei das Tier nicht mehr reitfähig.

Das Gericht hat im schriftlichen Verfahren ein Sachverständigengutachten zu der Erkrankung und der damit verbundenen Folgen des Pferdes eingeholt.

Az: 511 C 5717/16


Ansprechpartner: Pressedezernat Amtsgericht Hannover, jens.buck@justiz.niedersachsen.de, Tel: 0511/347-23 91; 0163/347-33 24

Artikel-Informationen

05.04.2018

Ansprechpartner/in:
Herr Pressesprecher RiAG Jens Buck

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