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Verfahren wegen mutmaßlicher Volksverhetzung in 3 Fällen

Presseinformation

Verfahren wegen mutmaßlicher Volksverhetzung in 3 Fällen

Strafsache gegen Ralf L., geb. 1970

Das Amtsgericht Hannover verhandelt

am 16.05.2018 um 09:00 Uhr in Saal 2170

ein Verfahren wegen des Vorwurfs der Volksverhetzung.

Der Angeklagte soll in der Zeit vom 08.08.2017 bis zum 07.12.2017 Verbrechen, die von den Nationalsozialisten an jüdischen Mitbürgern begangen wurden, zum Teil verharmlost, zum Teil geleugnet haben.

Am 08.08.2017 soll er auf seiner Facebook Seite den Beitrag „Bericht des Internationalen Roten Kreuzes bestätigt den Holocaust an 6 Millionen Juden als Falschmeldung" des Anbieters „Renegade Tribune" geteilt und mit der Aussage „Ach was", sowie 6 Smiley-Symbolen kommentiert haben.

Am 31.08.2017 soll er einen Beitrag des Anbieters „Morbus Ignorantia", der wahrheitswidrig behauptet, dass höchstens etwa 135.000 Juden ermordet worden seien, auf seiner Facebook Seite geteilt haben. Diese Aussage soll er mit dem Kommentar „Zahlenspiele?" und einem grübelnden Smiley-Symbol versehen haben.

Am 07.12.2017 soll er um 13:19 Uhr auf der öffentlich zugänglichen Facebook Seite der Hannoverschen Allgemeinen Zeitung in der Diskussion um die Verlegung der US-Botschaft nach Jerusalem ein Posting veröffentlicht haben, wonach im Zweiten Weltkrieg lediglich 180.000 Juden umgekommen seien.

Az: 250 Ds 51/18

Ansprechpartner: Pressedezernat Amtsgericht Hannover, jens.buck@justiz.niedersachsen.de, Tel: 0511/347-23 91; 0163/347-33 24

Artikel-Informationen

03.05.2018

Ansprechpartner/in:
Herr Pressesprecher RiAG Jens Buck

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