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Verfahren wegen mutmaßlichen Versicherungsbetrugs

Presseinformation

Verfahren wegen mutmaßlichen Versicherungsbetrugs

Strafsache

gegen Abdulselam S., geb. 1977 und Evgeny L., geb. 1980

Das Amtsgericht Hannover verhandelt unter dem Vorsitz von

RinAG Anne Hochschulz am 29.03.2017 um 10:40 Uhr in Saal 2283

über den Vorwurf des Versicherungsbetruges.

Der Angeklagte S. soll den Angeklagten L. sowie dessen Haftpflichtversicherung mit Klageschrift vom 22.04.2015 vor dem Landgericht Hannover auf Zahlung von Schadensersatz in Höhe von rund 8.000 EUR nebst Rechtsanwaltskosten in Höhe von etwa 1.750 EUR aus einem angeblichen Verkehrsunfall vom 30.07.2014 verklagt haben. In diesem Verfahren sollen die Angeklagten im bewussten und gewollten Zusammenwirken sowohl in den Schriftsätzen als auch in der mündlichen Verhandlung vom 28.04.2016 wahrheitswidrig angegeben haben, der Angeklagte L. sei mit seinem PKW Seat Inka dem Angeklagten S. schuldhaft bei einem Fahrspurwechsel in die linke Seite seines Fahrzeuges Mercedes Benz gefahren, um eine Einstandspflicht der Versicherung zu begründen. Der Angeklagte L. soll vor Ort sogar ein entsprechendes Schuldanerkenntnis unterzeichnet haben.

Die Zahlungsklage wurde durch das Landgericht durch rechtskräftiges Urteil abgewiesen, weil die dortige Beweisaufnahme nach Einholung eines Sachverständigen-Unfall-rekonstruktionsgutachtens ergab, dass der von den Angeklagten vorgetragene Unfallhergang nicht mit dem festgestellten Spurenbild am Fahrzeug übereinstimmte.

Az: 227 Ds 58/16

Ansprechpartner: Pressedezernat Amtsgericht Hannover, jens.buck@justiz.niedersachsen.de,

Tel: 0511/347-23 91; 0163/347-33 24

Artikel-Informationen

17.03.2017

Ansprechpartner/in:
Herr Pressesprecher RiAG Jens Buck

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