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Verfahren wegen mutmaßlichen Betruges und Insolvenzverschleppung

Presseinformation

Verfahren wegen mutmaßlichen Betruges und Insolvenzverschleppung

Strafsache

gegen Andreas M., geb. 1974

Das Amtsgericht Hannover verhandelt unter dem Vorsitz von

RiAG Lars Stanull am 28.05.2018 in Saal 3112 um 09:00 Uhr

über den Vorwurf des Betruges und der Insolvenzverschleppung.

Der Angeklagte war Rechtsanwalt in Hannover, er hat mittlerweile seine Zulassung zurückgegeben.

Am 28.01.2014 soll er als Geschäftsführer einer Handelsgesellschaft einen Kaufvertrag über die Lieferung von Elektronikartikeln zur Büroausstattung mit einer Firma in Kasachstan im Wert von 200.000 EUR abgeschlossen haben. Zu der Lieferung der bestellten Büroausstattung sei die Handelsgesellschaft jedoch nicht in der Lage gewesen. Nachdem die Geschäftspartnerin am 10.02.2014 auf das Konto des Angeklagten eine Vorauszahlung in Höhe von 146.090 EUR geleistet gehabt habe, soll der Angeklagte durch eine Vielzahl von Umbuchungen über diesen Geldbetrag zu seinen Gunsten verfügt haben. Zu einer Lieferung der vereinbarten Büroausstattung sei es bis heute nicht gekommen.

Außerdem soll der Angeklagte als Geschäftsführer der Handelsgesellschaft trotz einer spätestens am 06.11.2014 eingetretenen Zahlungsunfähigkeit keinen Insolvenzantrag gestellt haben. Der Angeklagte habe der kasachischen Firma den Betrag von 146.090 EUR geschuldet, gegenüber dieser Firma habe er am 06.11.2014 schriftlich erklärt, dass seine Firma zur Rückzahlung nicht in der Lage sei. Aufgrund der an diesem Tag erklärten Zahlungsunfähigkeit seiner Gesellschaft hätte ohne schuldhaftes Zögern spätestens am 27.11.2014 ein Insolvenzantrag gestellt werden müssen.

Az: 224 Ds 110/17


Ansprechpartner: Pressedezernat Amtsgericht Hannover, jens.buck@justiz.niedersachsen.de, Tel: 0511/347-23 91; 0163/347-33 24

Artikel-Informationen

04.05.2018

Ansprechpartner/in:
Herr Pressesprecher RiAG Jens Buck

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