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Verfahren wegen mutmaßlichen Betruges bei Urlaubsreisen

Strafsache gegen Kaled S., geb. 1987, Sami B., geb. 1993, Fardin L., geb. 1993 und Hakan G., geb. 1989

Das Amtsgericht Hannover verhandelt unter dem Vorsitz von RinAG Sylvia Riedel am 23.10.2018 um 08:30 Uhr in Saal 3030 und am 07.11.2018 um 08:30 Uhr in Saal 2145 ein Verfahren wegen des Vorwurfs des Betruges. Die Angeklagten sollen in wechselnder Zusammensetzung, unter den Namen nicht existierender Dritter, Pauschalreisen gebucht, sich selbst als Mitreisende angegeben und als Bezahlart der Reise Lastschrifteinzug zu einer nicht existierenden Kontoverbindung angegeben haben. Hierauf sei ihnen jeweils der Antritt der Reise ermöglicht worden. Wie von vornherein geplant, sei die jeweilige Lastschrift kurz vor oder nach Reiseantritt rückbelastet worden. Im Ergebnis hätten die Angeklagten die Reisen aber ohne Bezahlung in Anspruch nehmen können. Am 14.09.2014 hätte der Angeklagte S. gegen 13:00 Uhr unter dem Namen eines nicht existie-renden Florian Schneider auf einer Internetseite eines großen hannoverschen Reiseunterneh-mens eine Flugreise nach Ibiza für den Zeitraum vom 18.09. - 25.09.2014, inklusive Hotelau-fenthalt, Zugfahrkarte und Bustransfer zum Preis von 2.340 EUR gebucht. Dabei habe der An-geklagte als Mitreisende den Mitangeklagten L. und den nicht existierenden Florian Schneider angegeben. Am 17.09.2014 hätten dann die Angeklagten S. und B. eine Umbuchung dahinge-hend vorgenommen, dass anstelle des Mitangeklagten L. der Mitangeklagte B. als zweiter Mit-reisender angegeben worden sei. Die Mitangeklagten S. und B. hätten die Reise wie geplant durchgeführt. Am 30.07.2015 hätten die Angeklagten S. und B. über die Internetseite eines großen hannover-schen Reiseunternehmens eine Flugreise nach Kreta, inklusive Bustransfer und Hotelaufenthalt für den Zeitraum vom 03. -10.08.2015 zum Preis von 2.568 EUR gebucht. Als Mitreisenden und Zahlenden hätten sie einen nicht existierenden Darius Laske angegeben, die Zahlung sei über Lastschrifteinzug erfolgt. Die Reise sei durch die Angeklagten S. und B. tatsächlich in Anspruch genommen worden.   Am 25.07.2016 hätten die Angeklagten S. und L. auf der Internetseite eines großen Tourismus-unternehmens eine Pauschalreise nach Barcelona, inklusive Flügen, Hotelunterbringung und Transfer für den Zeitraum vom 28.07.- 02.08.2016 zum Preis von 2.986 EUR gebucht. Als Rei-seanmelder hätten sie einen Anton Krupa genannt, die Zahlung sei zu dessen Lasten per Last-schrifteinzug erfolgt. Die Reise sei durch die Angeklagten S. und L. vollständig in Anspruch ge-nommen worden. Am 03.08.2016 hätten die Angeklagten S. und G. über die Internetseite eines großen hanno-verschen Reiseunternehmens eine Pauschalreise nach Kreta, inklusive Flügen und Hotelau-fenthalt für den Zeitraum 08. -15.08.2016 zum Preis von 4.101 EUR gebucht. Als Zahlenden und Mitreisenden hätten sie einen Marcel Stau angegeben. Als Zahlungsart sei erneut ein Last-schrifteinzug angegeben worden. Die Angeklagten S. und G. sollen die Reise angetreten, aller-dings nur die Flüge in Anspruch genommen haben. Am 16.08.2016 hätten die Angeklagten S. und G. über die Internetseite eines großen Reiseun-ternehmens eine Pauschalreise nach Ibiza, inklusive Flügen, Hotelaufenthalt und Mietwagen für den Zeitraum vom 20. - 27.08.2016 zum Preis von 3.768 EUR gebucht. Als Zahlenden und Mit-reisenden hätten sie einen Jürgen Tegtmeyer angegeben, auf dessen Namen auch der Last-schrifteinzug habe erfolgen sollen. Die Angeklagten hätten die Reise in Anspruch genommen. Da die Lastschrift am 24.08.2016 rückbelastet worden sei, hätten sie allerdings 2 Tage vor der Abreise das Hotel verlassen müssen.

Az: 220 Ds 436/17

Ansprechpartner: Pressedezernat Amtsgericht Hannover, jens.buck@justiz.niedersachsen.de, Tel: 0511/347-23 91; 0163/347-33 24

Artikel-Informationen

19.07.2018

Ansprechpartner/in:
Herr Pressesprecher RiAG Jens Buck

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