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Terminsaufhebung im Verfahren wegen Schadensersatz nach Helene Fischer Konzert nach Anerkenntnis

Presseinformation

Terminsaufhebung im Verfahren wegen Schadensersatz nach Helene Fischer Konzert nach Anerkenntnis

Zivilsache

Das Amtsgericht Hannover hat den Termin am 21.06.2018 unter dem Vorsitz von

RinAG Dagmar Frost aufgehoben.

Der Beklagte hat im laufenden Prozess die Klageforderung anerkannt und ausgeglichen. Daraufhin erging im schriftlichen Verfahren ein Anerkenntnisurteil, eine mündliche Verhandlung erfolgt nicht mehr.

Gegenstand des Verfahrens war eine Klage auf 2.284,86 EUR Schadensersatz nach einem Vorfall auf dem Nachhauseweg nach einem Helene Fischer Konzert.

Der Kläger machte geltend, dass der Beklagte am 16.09.2017 gegen 23:30 Uhr auf der Straße „Gut Kronsberg“ sein Auto beschädigt habe. Der Kläger habe mit seiner Ehefrau und einem befreundeten Ehepaar an diesem Tag das Helene Fischer Konzert besucht. Als sie nach dem Ende des Konzertes gemeinsam in dem PKW BMW X3 die Rückfahrt angetreten hätten, hätte auf der Straße dichter Rückreise-Verkehr geherrscht. Er habe sich in einer Fahrzeugschlange befunden, es sei immer wieder zu Stockungen gekommen. In einer solchen Situation hätte der Beklagte mit einer größeren Gruppe von Fußgängern die Straße vor dem Auto des Klägers überquert. In diesem Moment sei aus einem hinter dem klägerischen PKW stehenden Auto gehupt worden. Dieses habe der Beklagte wohl auf sich bezogen und den Kläger dafür verantwortlich gehalten. Er habe angefangen zu schreien und seinen mit Bier gefüllten Becher auf die Motorhaube des Fahrzeuges des Klägers geworfen. Sodann habe sich der Beklagte mit seinem Körper auf die Motorhaube des PKW geworfen und sei mit dem Oberkörper vor der Frontscheibe zum Liegen gekommen. Der Beklagte habe nun mehrfach mit Wucht mit der Faust gegen die Frontscheibe des Fahrzeuges geschlagen, dann sei er von der Motorhaube heruntergerutscht und habe sich entfernt. Der männliche Beifahrer des Klägers sei nunmehr aus dem Fahrzeug


ausgestiegen und habe dem Beklagten verfolgt, um diesen an der Flucht zu hindern. Der Beklagte sei zwischenzeitlich aber schon von anderen Personen angehalten worden. Der Kläger habe nunmehr die Polizei hinzu gerufen, welche auch schnell erschienen sei. Der Beklagte habe gegenüber der Polizei fälschlicherweise behauptet, dass der Kläger ihn angefahren habe. Im Rahmen der polizeilichen Ermittlungen sei bei dem Beklagten ein Atemalkoholwert von 1,5 Promille festgestellt worden.

Der Kläger machte geltend, dass infolge des Vorfalles die Windschutzscheibe und die Frontscheibenwischer mitsamt Gestängemotor beschädigt worden seien und ein Austausch erforderlich geworden sei. Außerdem habe die Motorhaube des PKW neu lackiert werden müssen, für Lackiererkosten, Austausch der Frontscheibenwischer und die Selbstbeteiligung beim Austausch der Windschutzscheibe sei der geltend gemachte Schadensersatzbetrag entstanden.

Der Beklagte bestritt zunächst den geschilderten Unfallhergang. Er habe sich im Anschluss an das Konzert inmitten einer Menschenmenge über die Straße hinweg bewegt. Als er ein plötzliches Hupen gehört habe, habe er sich zu dem Fahrzeug des Klägers, welches sich vor ihm befunden hätte, umgedreht. Er habe gedacht, dass sich der Kläger beschweren wolle, dass es nicht weiter ginge. Er habe nunmehr die Arme hilflos gehoben, um zu zeigen dass er diese Situation nicht zu verantworten habe. Dennoch sei der Kläger mit dem PKW ein Stück auf ihn zu gefahren und habe dann abrupt gebremst. Der Beklagte sei zurückgewichen, dadurch habe er den restlichen Inhalt seines Bierbechers vergossen. Der Inhalt sei zum größten Teil auf der Straße gelandet, ein kleinerer Teil sei auf die Motorhaube des Klägers gelangt. Daraufhin sei der Kläger erneut auf dem Beklagten zugefahren und habe ihn am linken Knie touchiert. Daraufhin habe der Beklagte das Gleichgewicht verloren und sei auf die Motorhaube des Klägers gefallen. Der Beklagte habe versucht, sich mit dem linken Ellenbogen abzufangen. Nunmehr habe er mit der flachen Hand gegen die Windschutzscheibe des Klägers geschlagen, um diesen zum endgültigen Anhalten zu bewegen. Tatsächlich sei die Windschutzscheibe dabei kaputt gegangen, er habe selbst seine Hand durch eine kleine Scherbe der Windschutzscheibe verletzt.

Az: 565 C 13374/17

Ansprechpartner: Pressedezernat Amtsgericht Hannover, jens.buck@justiz.niedersachsen.de, Tel: 0511/347-23 91; 0163/347-33 24

Artikel-Informationen

14.06.2018

Ansprechpartner/in:
Herr Pressesprecher RiAG Jens Buck

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