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Terminsaufhebung (04.04.2019) im Verfahren wegen des Vorwurfes der fahrlässigen Tötung

Strafsache gegen Mohammed H., geb. Oktober 1984 sowie Sarah V., geb. März 1989

Der Hauptverhandlungstermin am 04.04.2019 in dem Verfahren wegen des Vorwurfes der fahrlässigen Tötung wurde aufgehoben.

Den Angeklagten wird vorgeworfen, am 25.03.2018 gegen 16:15 Uhr in Hannover im Bereich des Geh- und Radweges am Peter-Fechter-Ufer als Hundehalter jeweils ihren Hund - die Angeklagte V. einen Labrador Mischlingsrüden und der Angeklagte H. einen Labrador Retriever Rüden - unangeleint frei laufen gelassen zu haben. Aufgrund einer Verordnung der Landeshauptstadt Hannover besteht in diesem Bereich ein sog. Leinenzwang. Die Hunde sollen hierbei hinter-einander hergelaufen sein und den Radweg des Betroffenen gekreuzt haben. Hierbei soll einer der Hunde das Vorderrad des Fahrrades gestreift haben, wodurch es zum Sturz gekommen sein soll. Der Betroffene ist aufgrund einer Schädel-Hirn-Traumas bzw. einer Hirnblutung am 27.03.2018 verstorben. Aufgrund des vorgeworfenen Verstoßes gegen den Leinenzwang wird den Angeklagten eine fahrlässige Tötung vorgeworfen, da ein solcher Geschehensablauf bei Beachtung der erforderlichen Sorgfalt vorhersehbar und bei Beachtung der Anleinpflicht auch vermeidbar war. Hinsichtlich dieses Vorwurfes wurde gegen beide Angeklagte ein Strafbefehl erlassen, gegen den zunächst Einspruch eingelegt wurde. Da beide Angeklagte den Einspruch nunmehr zurückgenommen haben, ist das Verfahren rechtskräftig beendet. Gegen beide Angeklagte wurde eine Geldstrafe von jeweils 90 Tagessätzen festgesetzt.

Az: 248 Cs 492/18

Ansprechpartner: Pressedezernat Amtsgericht Hannover, koray.freudenberg@justiz.niedersachsen.de, Tel: 0511/347-23 91; 0176/15347003

Artikel-Informationen

12.03.2019

Ansprechpartner/in:
Herr Pressesprecher RiAG Koray Freudenberg

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