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Klage auf Zahlung von Tierarzthonorar

Presseinformation

Klage auf Zahlung von Tierarzthonorar

Zivilsache

Das Amtsgericht Hannover verhandelt unter dem Vorsitz von

RinAG Dagmar Frost am 14.06.2018 um 10:30 Uhr in Saal 2143

über eine Klage auf Zahlung der Tierbehandlungskosten.

Am 28.02.2017 wurden die Chinchillas Esra und Ephratha der Beklagten in der Heimtierklinik der Klägerin vorgestellt. Die Tiere litten unter einer chronischen Zahnerkrankung, Ephratha darüber hinaus an einer Kopfschiefhaltung und Blepharospasmus. Bei Esra wurde darüber hinaus eine Veränderung an der rechten Ohrmuschel und eine Umfangsvermehrung festgestellt. Die Beklagte reiste zur Behandlung aus dem Saarland an.

Am 01.03. und am 02.03.2017 erfolgte dann die jeweilige Zahnsanierung unter Narkose. Für die Behandlung wurden 599,99 EUR, sowie für histologische Untersuchungen 26,18 EUR je Tier in Rechnung gestellt. Die Beklagte zahlte darauf unter dem 07.04.2017 200 EUR. Weitere Zahlungen erfolgten nicht.

Die Klägerin begehrt nun die Beklagte zur Zahlung von 452,35 EUR ausstehenden Honorars zu verurteilen.

Die Beklagte weigert sich, die ausstehenden Kosten zu tragen. Sie gibt an, dass beide Chinchillas nach dem durchgeführten Eingriff aufgrund der fehlerhaften Behandlung verstorben seien. Bei dem Krankheitsbild der Chinchillas hätte nicht direkt mit der Zahnsanierung begonnen werden dürfen. Es wäre ein 2-teiliges Vorgehen erforderlich gewesen. Im ersten Schritt hätten Röntgenbilder in Sedierung angefertigt werden müssen. Dieses sei nicht erfolgt. Hätte die Klägerin derartige Bilder angefertigt, so hätte die Beklagte den Chinchilla Esra aufgrund eines unklaren Befundes nicht operieren lassen. Aufgrund des einteilig durchgeführten Eingriffs sei die Narkosezeit der Tiere unnötig verlängert worden und die Tiere infolge verstorben. Außerdem sei ein erforderliches Narkosemedikament nicht verabreicht worden, was zu einer Atemdepression geführt habe.

Az: 565 C 848/18

Ansprechpartner: Pressedezernat Amtsgericht Hannover, jens.buck@justiz.niedersachsen.de, Tel: 0511/347-23 91; 0163/347-33 24

Artikel-Informationen

31.05.2018

Ansprechpartner/in:
Herr Pressesprecher RiAG Jens Buck

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