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Klage auf Schadensersatz wegen Beschädigung eines PKW in der Waschanlage

Zivilsache

Das Amtsgericht Hannover verhandelt unter dem Vorsitz von

Richterin am Amtsgericht Dagmar Frost

am 22.11.2018 um 12:45 Uhr in Saal 2143

eine Klage auf Zahlung von 337,55 € Schadensersatz wegen der Beschädigung einer Dachreling nach Benutzen einer Waschanlage.

Der Kläger ließ am 24.04.2018 seinen mit einer Dachreling ausgestatteten Peugot 207SW in einer Waschanlage der Beklagten in der Hildesheimer Straße in Hannover waschen. Bevor der Kläger in die Anlage einfuhr hat ein Mitarbeiter der Beklagten die Reling durch spezielle Laschen mit Saugnäpfen gesichert. Während des Durchfahrens der Anlage vernahm der Kläger ein lautes Geräusch und musste nach Verlassen der Anlage feststellen, dass der vordere linke Teil der Dachreling abgerissen war. Der Kläger hat den Schaden reparieren lassen und macht mit der Klage die Reparaturkosten in Höhe von 311,55 € sowie eine Kostenpauschale in Höhe von 26,00 € geltend.

Weil er bereits im Jahre 2010 einen Schaden an seinem Fahrzeug in der Waschanlage der Be-klagten erlitten habe, behauptet der Kläger, er habe sich vorher genau von dem fehlerfreien Zustand seines Fahrzeugs vergewissert und insbesondere auch an der Dachreling gerüttelt um festzustellen, ob diese fest arretiert sei. Er behauptet weiter, dass seine vor Ort ebenfalls anwe-sende Ehefrau einen Mitarbeiter der Beklagten danach gefragt habe, ob eine Nutzung der An-lage auch mit einer Dachreling problemlos möglich sei. Dies habe der Mitarbeiter bejaht.

Die Beklagte, die nach eigenen Angaben in Deutschland und Österreich 29 Waschanlagen be-treibt und die Anlagen auch selbst herstellt und wartet, behauptet, dass der Kläger durch einen Mitarbeiter vor der Nutzung der Anlage darauf hingewiesen worden sei, dass sein Fahrzeug aufgrund seiner ungewöhnlichen Konstruktion für die Nutzung der Anlage ungeeignet sei und die Benutzung daher auf eigene Gefahr erfolge. Die Beklagte behauptet, die Anlage sei an dem Tag einwandfrei gelaufen; eine Sichtprobe und eine Probewäsche am Morgen des Vorfallstages seien ohne Beanstandungen erfolgt. An dem Vorfallstag seien 401 Fahrzeuge gewaschen wor-den, nur bei dem Fahrzeug des Klägers habe sich ein Problem ergeben.

Die Beklagte ist deswegen der Auffassung, dass nicht ein Defekt an der Anlage den Schaden verursacht hat, sondern vielmehr die Dachreling des Fahrzeugs des Klägers defekt gewesen sein muss.

Zu dem Termin sind die Ehefrau des Klägers sowie zwei Mitarbeiter der Beklagten als Zeugen geladen.

Az: 565 C 6009/18

Ansprechpartner: Pressedezernat Amtsgericht Hannover, catharina.erps@justiz.niedersachsen.de , Tel: 0511/347-2277; 0163/347 9609

Artikel-Informationen

23.10.2018

Ansprechpartner/in:
Pressesprecherin Ri`in AG Dr. Catharina Erps

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